Was wir an unserer Backmischung geändert haben — und was ausdrücklich nicht

Was wir an unserer Backmischung geändert haben — und was ausdrücklich nicht

Es gibt diesen Satz, den wir im Laden mindestens einmal pro Woche hören: „Macarons selber backen? Das trau ich mich nicht.“

Dabei steht bei uns seit Jahren eine Backmischung im Regal, mit der genau das gelingt. Sie hat funktioniert, von Anfang an. Leute haben damit ihre ersten Macarons gebacken, uns Fotos geschickt, nachbestellt. Daran gab es nichts zu reparieren.

Trotzdem haben wir sie jetzt neu aufgelegt — aus einem anderen Grund, als man vermuten würde.

Das Problem war nie die Mischung. Es war der erste Schritt.

Wer noch nie Macarons gebacken hat, weiß nicht, ob er es kann. Und wenn der Versuch, das herauszufinden, knapp zehn Euro kostet, dann schiebt man ihn auf. Nicht aus Zweifel an der Mischung, sondern aus Zweifel an sich selbst.

Genau da lag unsere Hürde. Nicht im Produkt, sondern davor.

Also haben wir uns die Sache von hinten angesehen: Was müsste anders sein, damit jemand den ersten Versuch einfach macht, statt ihn sich vorzunehmen?

Die Antwort war eindeutig. Es musste günstiger werden.

5,50 statt 8,50 Euro

Die Backmischung kostet ab sofort 5,50 € statt 9,50 €. Das Starterset 8,50 € statt 12,50 €. Kein Aktionspreis, keine Einführungswoche — der neue Preis.

Und weil wir nicht möchten, dass du es hinten am Etikett selbst entdeckst, sagen wir es gleich dazu: Die Packung ist kleiner geworden, 200 statt 250 Gramm.

Rechnen wir es also ehrlich durch. Vorher hast du für 100 Gramm Mischung 3,80 € bezahlt, jetzt sind es 2,75 €. Gut ein Viertel weniger — pro Gramm, nicht nur am Preisschild.

Die 200 Gramm sind übrigens kein Zufall: Es ist die Menge für rund 24 Macarons, also einen Durchgang. Was früher übrig blieb und im Schrank alt wurde, packen wir jetzt gar nicht erst ein.

Möglich wurde der Preis durch größere Chargen und eine überarbeitete Verpackung. Wir produzieren die Mischung in einem Rhythmus, der uns im Einkauf und beim Abfüllen deutlich mehr Spielraum lässt. Diesen Spielraum geben wir weiter, statt ihn zu behalten — weil uns hundert Menschen, die ihren ersten Versuch wagen, mehr wert sind als zwanzig, die lange überlegen.

Was wir nicht angerührt haben

Eine Sache ist gleich geblieben, und das war die bewussteste Entscheidung im ganzen Relaunch: die Rezeptur.

Wir hätten sie überarbeiten können. Man macht das gern, wenn man ohnehin neu auflegt — es klingt nach Fortschritt, es gibt etwas zu erzählen. Aber diese Mischung tut seit Jahren genau das, was sie soll: Sie ergibt Schalen mit glatter Oberfläche und ordentlichem Füßchen, auch in einer normalen Küche, auch beim ersten Mal.

Eine Rezeptur zu ändern, die sich bewährt hat, ist kein Fortschritt. Es ist Unruhe.

Also bleibt sie, wie sie ist. Wer sie kennt, bekommt sie unverändert — dasselbe Ergebnis, dieselben Handgriffe, nur um vier Euro günstiger. Und wer sie zum ersten Mal bäckt, bekommt keine Versuchsversion, sondern eine, die tausendfach gelungen ist.

Neu im Sortiment: Pistaziengrün

Und dann ist da noch die Farbe, die uns am häufigsten abgegangen ist.

Pistaziengrün ist ab sofort Teil der Familie — dieses ruhige, blasse Grün, das im Papierförmchen fast wie ein Farbmuster aussieht und geschmacklich genau dort liegt, wo man es sich wünscht: nussig, nicht süßlich, ein bisschen erwachsen.

Damit stehen jetzt sechs Sorten zur Wahl: Zitronengelb, Himbeerrot, Traubenviolett, Schokolade, Neutral — und eben Pistaziengrün.

Das Starterset: alles, was du brauchst, sonst nichts

Parallel haben wir das Starterset überarbeitet. Drin sind:

  • die Backmischung für rund 24 Macarons
  • ein Linienspiegel — die Vorlage, auf der du gleichmäßige Kreise spritzt, statt sie zu schätzen
  • eine Tülle und zwei Spritzsäcke
  • das Rezept für die Füllung, damit die Frage „und was kommt jetzt dazwischen?“ nicht erst am Ende auftaucht

Das Ganze für 8,50 €. Die Mischung allein kostet 5,50 € — das Werkzeug schlägt also mit drei Euro zu Buche, und es bleibt dir für jedes weitere Mal. Danach reicht der Refill.

Die Idee dahinter ist simpel: Du sollst nicht vor dem Backen erst einkaufen gehen müssen. Kein „ach, ich bräuchte noch eine Tülle“, kein Abbruch auf halbem Weg. Aufmachen, loslegen.

Warum uns das wichtig ist

Wir verkaufen Macarons. Man könnte meinen, wir hätten kein Interesse daran, dass die Leute sie selber machen.

Haben wir aber. Denn wer einmal selbst Schalen gespritzt, gewartet und aus dem Ofen geholt hat, versteht, was in so einem kleinen Ding steckt. Der schmeckt beim nächsten Mal genauer hin. Und der kommt wieder — manchmal für die Mischung, manchmal für die fertige Box, weil es schnell gehen muss.

Selber backen und bei uns kaufen ist kein Widerspruch. Es ist dieselbe Freude, nur an unterschiedlichen Tagen.


Backmischung und Starterset sind ab sofort im Shop — zu den Backmischungen.

Und wenn dein erster Versuch schiefgeht: Schick uns ein Foto. Wir sagen dir, woran es lag. Das haben wir alle hinter uns.

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